THEODOR BODER VERLAG

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Tuay Salina in der WOCHEN-ZEITUNG

Bücher / Hörbücher

WOCHEN-ZEITUNG FÜR DAS EMMENTAL UND ENTLEBUCH


EGGIWIL: Geschichte vom wahren Leben


12.07.2007 Der Roman «Das wirkliche Leben» von Tuya Salina handelt vom Vergessen und von der Sinnsuche einer Frau. Ist so das wahre Leben?

cme. «Goal, Goal, schreien die Spanier… Mich geht das Spiel einen Dreck an, aber ich mag nicht nach Hause gehen und auf Männer habe ich ebenfalls keine Lust». Mit diesen Sätzen beginnt der Roman «Das wirkliche Leben» von Tuya Salina. Die Autorin lebt im Krattengraben in Aeschau. Der semifiktive Roman aus den Achtzigerjahren beschreibt die inneren Dialoge der vereinsamenden Hauptdarstellerin. Als sie von ihrem Geliebten verlassen wurde, reiste sie nach Spanien, um zu vergessen. Aber auch in der Ferne trauert sie dieser Beziehung immer noch nach: «Ich habe immer noch keinen triftigen Grund gefunden, wie alle anderen Leute leben zu wollen.» Immer wieder treten Konfrontationen mit den eigenen Leidenschaften und der Einsamkeit auf, Depressionen machen sich breit und die Flucht in den Alkohol hilft für den Moment den Problemen auszuweichen. «Ich war noch ein Häufchen Elend und eine schreckliche Ausweglosigkeit machte sich breit.» Eine Vorladung zu einer gerichtlichen Verhandlung führte sie zurück in die Schweiz. Ihr Vergewaltiger, der ihr Leben bedroht und versucht hatte, Geld aus ihr herauszupressen, stand vor Gericht. Als die erniedrigende Verhandlung ihren Abschluss gefunden hat, ergriff die Erzählerin langsam das Gefühl, dass sie jetzt frei sei. «Keine Angst, kein ungutes Gefühl mehr im Bauch. Beide Männer, mit denen die Geschichte begonnen hatte, waren weg. Alles Vergangene scheint vorhin mit dem Schliessen der grossen Türe abgefallen zu sein.»

«Das wirkliche Leben» von Tuya Salina, Theodor Boder Verlag.
ISBN 978-3-9521993-8-1








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